Über mich

Fragen an den Gemeinderatskandidaten und seine Antworten

Warum kandidierst Du für den Gemeinderat?

Seit fast 30 Jahren wohne ich im schönen Embrach – in keinem anderen Ort war ich länger zuhause! Ich denke, es ist Zeit, dass ich mich als Gemeinderat dafür einsetze, dass Embrach lebenswert bleibt und vielleicht sogar an Attraktivität gewinnt.

Wie setzt Du Dich bereits jetzt für die Gemeinde Embrach ein?

Als Mitglied der Kommission Erbschaft Schenkel setze ich mich für eine faire Verteilung des Millionenerbes im Sinne von Rösli Anna Schenkel-Keller ein. Die positiven Rückmeldungen der Empfänger beflügeln mein Engagement.

Du bist Schlosser, Physiker?

Ja, zuerst habe ich Maschinenbauschlosser gelernt und als Schaltschlosser im Grosstransformatorenbau gearbeitet. Danach habe ich Physik studiert und wende nun dieses Wissen in der Medizin an. Die Erfolge sind beispielsweise bei SRF zu sehen, man findet die Links auf meiner Webseite bertmueller.ch. Das erste Beispiel betrifft Zahnmedizin – Karies ist die häufigste Krankheit weltweit. Das zweite Beispiel zeigt wie Nanotechnologie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen könnte. Derzeit arbeite ich gemeinsam mit meinem Team und Partnern daran, neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer zu verstehen und zu behandeln.

Hast Du Zeit, Dich als Gemeinderat für Embrach zu engagieren?

Das ist eine gute Frage. Wenn man etwas Neues beginnen will, muss man etwas aufgeben und sich entsprechend organisieren. Seit einigen Jahren bin ich Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Biomedizinische Technik – das wäre ein Job, den ich aufgeben kann. Ausserdem ist mein Engagement beim Schweizerischen Nationalfonds auf 8 Jahre befristet und wird Ende April 2027 enden. Meine Privat-Dozentur an der ETH Zürich läuft noch bis Januar 2028.

Warum bist Du parteilos?

In Ost-Berlin aufgewachsen, finde ich Unabhängigkeit ganz zentral. Statt meine Zeit in Parteiversammlungen zu verbringen, möchte ich die Zeit besser nutzen und mich mit den Einwohnerinnen und Einwohnern von Embrach in ungezwungener Umgebung austauschen. Die besten Ideen kommen bei solchen Diskussionen. Die Einladungen dazu werde ich auf meiner Webseite bertmueller.ch platzieren.

Wie lautet Dein Wahlslogan?

Ein Bäcker für frisches Brot, ein Müller für frische Ideen! Gemeinsam für Embrach.

Kannst Du den Slogan erklären?

Als Kind wollte ich Bäcker/Konditor werden. Gern habe ich deshalb auch bei den Bäckern im Embrachertal eingekauft. Leider hat nun der letzte Bäcker im September letzten Jahres geschlossen. Die Aktion Dreikönigskuchen des FC mit der Ankündigung, dass wir ab März wieder einen Bäcker haben werden, war ganz in meinem Sinn. Warum nicht noch einen zweiten Bäcker in Embrach?

In Embrach wurden 2025 viele Photovoltaik-Projekte – auch auf den Dächern der Gemeinde – umgesetzt. Was meinst Du dazu?

Das ist ein guter Beitrag zur Energiewende. Mit Eigenleistungen und lokalen Handwerkern haben wir auf unserem gut gedämmten Holzhaus bereits 2014 eine Anlage installiert, die doppelt so viel Strom erzeugt, wie wir im Jahresdurchschnitt verbrauchen. Inzwischen laden wir unser Auto, das wir in Embrach als Vorführwagen gekauft haben, damit auf.

Leider haben wir in Embrach oft Stau, oder?

Ja, das hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum verbessert. Selbst Jürg Stahl, Alt-Nationalratspräsident und ehemaliger Präsident von Swiss Olympic, hat mir jüngst erzählt, dass er regelmässig von seinem Wohnort in Brütten Embrach passiert, um in Rümlang Wasserstoff zu tanken und Embrach durch den Stau gut kennt. Ich kenne Jürg Stahl als Stiftungsratspräsident des Schweizerischen Nationalfonds – dort bin ich einer der 72 Forschungsräte.

Hat ein Forschungsrat viel mit Politik zu tun?

Ja, manchmal schon. Normalerweise evaluieren wir Forschungsgesuche, entscheiden über die Vergabe von Fördermitteln und die Strategie der Forschungspolitik, aber ich war mehrfach im Bundeshaus und im zugehörigen Medienzentrum. Beispielsweise habe ich als Forschungsratsdelegierter des Nationalen Forschungsprojekts «Big Data» eine Diskussion gemeinsam mit den Co-Präsidenten Parldigi Franz Grüter (SVP) und Edith Graf-Litscher (SP) leiten dürfen. Bei der angeregten Diskussion konnte ich auch mit Nationalräten anderer Parteien wie Marionna Schlatter (Grüne) und Barbara Schaffner (glp) die typische Atmosphäre im Bundeshaus erleben.

Beruflicher Werdegang

Bert Müller, geb. 1962 in Berlin und wohnhaft im schönen Embrach.

  1. 1969 – 1979

    Allgemeinbildende Polytechnische Oberschule Berlin

  2. 1979 – 1982

    Berufsausbildung Maschinen- und Anlagenmonteur, Transformatorenwerk Oberschöneweide, Schweisserpass, Facharbeiterbrief, Matur

  3. 1982 – 1984

    Schaltschlosser, Transformatorenwerk Oberschöneweide, Militärdienst (18 Monate)

  4. 1984 – 1989

    Physikstudium: Technische Universität Dresden

  5. 1989

    Diplom-Physiker, Staatsexamen als Fachübersetzer Englisch-Deutsch Physik/Mathematik

  6. 1989 – 1992

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abteilung Molekularstrahlepitaxie/ Zentralinstitut für Elektronenphysik der Akademie der Wissenschaften der DDR/Berlin

  7. 1990 – 1990

    Gastwissenschaftler am Institut für Festkörperphysik der Universität Hannover

  8. 1992 – 1994

    Doktorand am Institut für Festkörperphysik der Universität Hannover

  9. 1994

    Promotion Dr. rer. nat.

  10. 1994 – 1995

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter Optoelektronik, Fachbereich Physik an der Universität-GH Paderborn

  11. 1995 – 1996

    Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung am Institut de Physique Experimentale der EPF Lausanne

  12. 1997 – 1998

    Oberassistent und Gruppenleiter Nichtlineare Optik am Institut für Quantenelektronik, Departement Physik der ETH Zürich

  13. 1998 – 1999

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilungen Oberflächen- und Fügetechnik sowie Zerstörungsfreie Prüfung/Seilbahntechnik an der Empa

  14. 1999 – 2001

    Leitender Oberassistent an der Professur für Biokompatible Werkstoffe und Bauweisen am Departement Werkstoffe der ETH Zürich

  15. Seit 04/2001

    Privat-Dozent für das Lehrgebiet Experimentalphysik und Lehrbeauftragter an der ETH Zürich

  16. 2001 – 2006

    General Manager des NFS “Computer-aided and image-guided medical interventions” – Computer Vision Lab am Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik der ETH Zürich

  17. Seit 2006

    Thomas Straumann-Professor für Materialwissenschaft in der Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Basel

  18. Seit 2007

    Gründungsdirektor des Biomaterials Science Centers der Universität Basel

  19. Seit 2019

    Forschungsrat beim Schweizerischen Nationalfonds

Ein Bäcker für frisches Brot,
ein Müller für frische Ideen!
Gemeinsam für Embrach.